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Wie wirkt der Inhaltsstoff?
Imipramin wird zur Behandlung depressiver Erkrankungen und bei chronischen Schmerzzuständen angewendet.
Im Gegensatz zu alltäglichen Stimmungsschwankungen handelt es sich bei der Depression um eine häufige und schwere Erkrankung. Bis heute ist die Ursache nicht bekannt. Vieles deutet darauf hin, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Neurotransmitter - chemische Stoffe, die Nervensignale übertragen - im Gehirn gestört ist. Denn die Beschwerden lassen sich durch Medikamente bessern, die die Wirkung mancher Neurotransmitter verstärken - hier sind vor allem die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin zu nennen.
Imipramin zählt zur Arzneistoffgruppe der trizyklischen Antidepressiva: antidepressiv wirkende Arzneistoffe mit ähnlicher chemischer Struktur. Es besetzt im Gehirn verschiede Bindungsstellen für Botenstoffe und verändert damit den Einfluss dieser Botenstoffe auf den Gehirnstoffwechsel. Insbesondere blockiert es Transportstoffe, die Noradrenalin nach erfolgter Signalübertragung wieder in die Speicherplätze zurückbefördern. Noradrenalin verbleibt länger am Wirkort, und seine Wirksamkeit steigt.
Imipramin wirkt stimmungsaufhellend, angstlösend und wirkt sich positiv auf häufiges Schlafwandeln oder nächtliches Einnässen aus. Die stimmungsaufhellende Wirkung scheint auch für die erfolgreiche Behandlung von Essstörungen verantwortlich zu sein.
Bei chronischen Schmerzen ist oft die Verarbeitung der Schmerzsignale im Gehirn gestört. Der Botenstoff Serotonin spielt wohl eine große Rolle beim Aufbau eines Filters für eingehende Schmerzsignale. Die Behandlung mit Imipramin kann möglicherweise die ständige Einnahme von Schmerzmitteln ersetzen. Das Arzneimittel muss dann regelmäßig über einen langen Zeitraum genommen werden.
Anwendungsgebiete
- Bettnässen (Enuresis)
- Chronische Schmerzen
- Depressionen
- Schlafwandeln
Packungsgrößen
- 20 Drg. (N1) Tofranil mite
- 50 Drg. (N2) Tofranil mite
- 100 Drg. (N3) Tofranil mite
- 20 Drg. (N1) Tofranil 25
- 50 Drg. (N2) Tofranil 25
- 100 Drg. (N3) Tofranil 25
Warnhinweise!
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Diese Nebenwirkungen treten meistens nur zu Beginn auf, verbessern sich aber im Lauf der Behandlung wieder. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie solche Nebenwirkungen bei sich bemerken und die Medikamenteneinnahme selbstständig abbrechen wollen. Ein plötzliches Absetzen des Medikaments kann eine Verschlechterung des Gesundheitszustands zur Folge haben.
Vor Operationen ist der Narkosearzt über die Einnahme des Medikaments zu informieren.
Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?
- Akute Alkohol- oder Schlafmittelvergiftung
- Akute Erregungs- und Verwirrungszustände
- Erhöhter Augeninnendruck
- Frischer Herzinfarkt
- Störung des Speisebreitransports im Magen-Darm-Bereich
- Störungen beim Wasserlassen (Blasenentleerungsstörungen)
Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
Nebenwirkungen
Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.
Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.
- Mundtrockenheit
- Blutdruckabfall beim Aufstehen aus sitzender oder liegender Körperposition, Sturzgefahr durch niedrigen Blutdruck im Stehen
- Zittern
- Benommenheit
- Vorübergehende Sehstörungen
Wechselwirkungen
Blutdrucksenkende sowie dämpfende, beruhigende Medikamente und Alkohol können in ihrer Wirkung verstärkt werden.
Dieses Medikament sollte nicht mit stimmungsaufhellenden Substanzen vom Typ der MAO-Hemmer kombiniert werden.